Akne-Auslöser in der Ernährung mit Auslassdiät finden
Erfahre ganz konkret, wie du Schritt für Schritt herausfinden kannst, welche Nahrungsmittel du nicht verträgst und welche Lebensmittel deine Akne auslösen. Eine Auslassdiät ist eine zielführende und kostenlose Methode, um systematisch Akne-Auslöser in der Ernährung zu identifizieren. Anstatt nacheinander verschiedene Nahrungsmittel wegzulassen, geht diese Methode anders herum vor. Die Ernährung wird zunächst auf sehr wenige, hautverträglich Zutaten beschränkt. Im Anschluss werden unter Beobachtung mehr und mehr Lebensmittel wieder eingeführt.

Inhaltsverzeichnis
Lesedauer: 10 Minuten
Welche Lebensmittel können Akne auslösen?
Potentiell können alle Nahrungsmittel, die aufgrund einer Lebensmittelintoleranz oder Allergie vom Körper nicht verdaut werden können, zu Hautproblemen wie Akne führen. Zu den potentiell Akne-verursachenden Nahrungsmitteln gehören:
- Ananas, Aprikose und Avocado bei latex-assoziierten Nahrungsmittel-Allergien (vgl. Körner, S. 291 ff.)
- Eier bei Hühnereiallergie und Histaminintoleranz (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Erdnüsse bei Erdnussallergie und Histaminintoleranz (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Fisch bei Fischallergie (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Fleisch bei Fleischallergie (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Haushaltszucker und viele Obstsorten bei Fructoseintoleranz, bei der Fruchtzucker vom Dünndarm nicht resorbiert werden kann. Besonders problematisch ist isolierte Fructose in Süßigkeiten und Fertiggerichten. (vgl. Körner, S. 344 ff. und Lautenschläger)
- Haushaltszucker und viele Obstsorten bei Saccharoseintoleranz: Der Dünndarm kann den Zucker Saccharose nicht aufnehmen, weil ihm das Enzym Invertase fehlt. (vgl. Lautenschläger)
- Karotten oder Äpfel bei pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien: Bei Allergie auf Birkenpollen kann zum Beispiel eine Kreuzreaktion bei Nüssen, Karotten oder Äpfeln auftreten. (vgl. Körner, S. 235 ff.)
- Kartoffeln, Paprika, Tomaten und Auberginen bei Unverträglichkeit auf Nachtschattengewächse (vgl. Histameany)
- Käse, Sauerkraut, fermentierte Lebensmittel und andere histaminhaltige und tyraminhaltige Lebensmittel bei Histaminintoleranz und Tyraminintoleranz (vgl. Beutling)
- Kuhmilch bei Kuhmilchallergie und Laktoseintoleranz (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Meeresfrüchte bei Meeresfrüchteallergie (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Nüsse bei Histaminintoleranz, Nickelallergie, Nussallergie oder pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Orange, Mandarine, Dattel, Ananas, Weintraube, Pfirsich, Aprikose, Kirsche, Pflaume, Beeren, Gurke, Tomate, Chicorée, Kartoffel, Radieschen, Champignon und andere bei Salicylatintoleranz (vgl. Jossé (2023): Salicylate)
- Roggen, Gerste, Dinkel, Emmer, Einkorn und Kamut bei Glutensensitivität und Zöliakie (vgl. Leiß)
- Soja bei Sojaallergie, Histaminintoleranz und Nickelallergie (vgl. Körner, S. 194 ff.)
- Trockenobst und Steinobst bei Sorbitunverträglichkeit: Sorbit ist ein Zuckeralkohol, das in Obst vorkommt und bei einer Sorbitunverträglichkeit nicht vom Dünndarm aufgenommen werden kann. (vgl. Lautenschläger und Fischer)
- Vollkornprodukte bei Nickelallergie (vgl. Körner, S. 295 ff.)
- Walnüsse bei Walnussallergie und Histaminintoleranz (vgl. Beutling)
- Weizen bei Weizenallergie, Glutensensitivität und Zöliakie (vgl. Leiß)
Darüber hinaus können Allergien auf bestimmte Lebensmittel-Zusatzstoffe (vgl. Thiel, S. 118 ff.), bestimmte Lebensmittelgruppen wie zum Beispiel Hülsenfrüchte (Soja, Erdnüsse, Lupinen) oder einzelne Lebensmittel wie zum Beispiel Sellerie, Sesam, Karotten oder Paprika vorkommen. In manchen Fällen sind nur rohe Lebensmittel nicht verträglich, in gekochtem Zustand können sie aber gut verdaut werden. (vgl. Lautenschläger (2012): Nahrungsmittelintoleranzen – wenn Essen die Haut reizt)

Verschiedene Ernährungsformen als Auslassdiät
In der Praxis hat sich gezeigt, dass spezifische Ernährungsformen wie die vegane Ernährung, Paleo oder die Carnivor-Ernährung Betroffenen von Akne geholfen haben, ihre Hautprobleme in den Griff zu bekommen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass dabei bestimmte Lebensmittel ausgeschlossen werden, die für die Betroffenen nicht verträglich waren.
Vegane Ernährung bei Akne
Bei der veganen Ernährung wird auf alle tierischen Lebensmittel verzichtet. Dadurch kann Akne geheilt werden, die aufgrund einer Laktoseintoleranz, Milch-, Fleisch-, Hühnerei-, Meeresfrüchte- oder Fischallergie auftritt.Sollte deine Akne jedoch durch eine Soja-Allergie, Nuss-Allergie, Nickelallergie oder Glutensensitivität ausgelöst werden, kann die vegane Ernährung deine Akne sogar verschlechtern, da bei einer veganen Ernährung meist mehr von diesen Lebensmitteln verzehrt wird.
Auch eine roh-vegane Ernährung kann bei Akne zum Erfolg führen. Wenn nur Rohkost verzehrt wird, werden glutenhaltige Getreide und Hülsenfrüchte weitestgehend ausgeschlossen, da sie nur angekeimt roh genießbar sind und ansonsten gekocht werden müssen. Damit kann die vegane Rohkost bei einer Glutensensitivität, Zöliakie oder Hülsenfrüchteallergie Erfolg bringen. Jedoch werden bei veganer Rohkost vermehrt Lebensmittel wie Nüsse, Bananen, Avocados, Spinat und Meeresalgen gegessen, die wiederum bei einer Nussallergie oder Histaminintoleranz problematisch sind und Akne auslösen können. Außerdem haben viele Betroffene von Akne keinen fitten Darm, was den Verzehr von ausschließlich Rohkost problematisch machen kann.
Paleo-Ernährung bei Akne
Bei der Paleo-Ernährung, die auch Steinzeit-Ernährung genannt wird, werden Milchprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte wie Soja und hochverarbeitete Fertigprodukte ausgeschlossen. DDadurch kann Akne geheilt werden, die aufgrund einer Laktoseintoleranz, Glutensensitivität, Milch-, Soja-, Hülsenfrüchte- oder Nickelallergie auftritt. Sollte deine Akne jedoch durch eine Hühnerei-, Fleisch-, Fisch- oder Nussallergie ausgelöst werden, kann die Paleo-Ernährung deine Akne nicht vollständig heilen, da diese Lebensmittel weiterhin Teil des Speiseplans bei Paleo sind.

Fleischdiät und Karnivor-Ernährung bei Akne
Bei der Fleischdiät oder Karnivor-Ernährung werden hauptsächlich tierische Lebensmittel gegessen. Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse, Samen und alle anderen pflanzlichen Lebensmittel sind nicht erlaubt. Damit kann diese Ernährung Symptome lindern, die aufgrund einer Glutensensitivität oder Zöliakie, Nickel-, Soja- oder Nussallergie auftreten.
Sowohl bei Paleo als auch bei einer reinen Fleischdiät werden Getreide und Hülsenfrüchte aufgrund ihrer Antinährstoffe wie Lektine oder Phytinsäure ausgeschlossen (vgl. Schaller, S. 44 ff.). Fleisch ist der Struktur unseres körpereigenen Gewebes sehr ähnlich und enthält keine Antinährstoffe, denn Tiere schützen sich auf diese Weise nicht vor Fressfeinden. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Lektine und Phytinsäure für den Menschen unbedenklich sind, wenn die Nahrung richtig zubereitet wird. Der Ausschluss dieser wertvollen Lebensmittel ist deshalb unnötig und bringt keinen gesundheitlichen Vorteil, falls keine spezifische Unverträglicheit besteht. (vgl. Kirchhoff (2019): Diäten im Check)
Wie du siehst, sind die Unverträglichkeiten von Person zu Person sehr unterschiedlich, sodass nicht jede Ernährungsform für alle funktioniert. Auch wenn eine Ernährungsform für dich funktioniert, kann es sein, dass du dich zu stark einschränkst, weil du gar nicht genau weißt, was deine Akne auslöst. Wenn du deine Ernährung für eine lange Zeit sehr stark einschränkst und einseitig isst, können daraus weitere Gesundheitsprobleme und Nährstoffmängel entstehen. Deshalb empfehle ich dir, zunächst herauszufinden, auf welche Lebensmittel du mit Akne und Pickeln reagierst.
Was tun bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit?
Ernährungsmediziner, Allergologen und Gastroenterologen haben die Möglichkeit, Unverträglichkeiten mithilfe verschiedener Diagnoseverfahren wie Blut-, Urin-, Stuhl, Haut- und oralen Provokationstests zu ermitteln (vgl. Disch, S. 32 ff.). Gerade bei Verdacht auf Zöliakie ist es unbedingt empfehlenswert, diese ärztlich feststellen zu lassen, da dieses Krankheitsbild weitreichende Folgen auf die gesamte Gesundheit der Betroffenen haben kann.
Tests auf einschlägige Intoleranzen wie Laktose, Histamin und Gluten kosten den Patienten in der Regel nichts und werden von der Krankenkasse übernommen. Zur Vorbereitung eines Termins beim Ernährungsmediziner, Allergologen oder Gastroenterologen ist es empfehlenswert, über vier Wochen ein detailliertes Ernährungstagebuch zu führen, ergänzt mit den beobachteten Symptomen. (vgl. Jossé (2022): Allergietest auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeit)
Umfangreiche Allergietests auf einzelne Lebensmittel können jedoch aufwändig, teuer und oftmals nicht umfassend genug sein, um alle Ursachen zu finden. Oftmals schlagen die Tests auch bei zahlreichen Lebensmitteln positiv an, in der Realität sind jedoch keine unerwünschten Symptome nach dem Verzehr zu beobachten. Ärzte nehmen bis zu 400 Euro für eine Untersuchung, je nachdem wie viele Lebensmittel getestet werden sollen. (vgl. Schäfer (2015): Dubiose Allergietests – Weizen und Kuhmilch waren gestern)
Die Erfahrung in der Praxis hat gezeigt, dass es außerdem oft vorkommt, dass die Testergebnisse zwar negativ sind, bei einem Verzicht auf die entsprechenden Lebensmittel jedoch ein Rückgang der Symptome zu beobachten ist. Deshalb ist und bleibt der sicherste Weg zur Diagnose der Selbsttest.

Wie funktioniert eine Auslassdiät bei Akne?
Oftmals wird bei Verdacht auf eine Lebensmittelallergie oder Unverträglichkeit so vorgegangen, dass für ein paar Wochen unter Beobachtung der Symptome nur auf ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelgruppe verzichtet wird. Ich schlage jedoch eine andere Vorgehensweise vor, bei der die Ernährung für eine kurze Zeit auf nur wenige Lebensmittel beschränkt und dann schrittweise wieder aufgebaut wird.
Warum nicht einzelne Lebensmittel nacheinander weglassen?
Beim Auslassen eines Lebensmittels oder einer Lebensmittelgruppe wird zwangsläufig mehr von anderen Lebensmitteln gegessen. Zum Beispiel werden bei der veganen Ernährung tierische Produkte ausgeschlossen. Dafür essen Veganer aber mehr Hülsenfrüchte wie Soja, Nüsse, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.
Falls mehr als eine Unverträglichkeit vorliegt, kann es deshalb sein, dass die Symptome bei einer Ernährungsumstellung nicht gelindert werden, weil weiterhin andere Akne-auslösende Lebensmittel gegessen werden. Oftmals werden in diesem Fall falsche Rückschlüsse gezogen und das Suchen nach dem Auslöser geht weiter. Deshalb schlage ich hier eine andere, systematische Herangehensweise vor, die dich sicher zum Ziel führt.
Die folgende Herangehensweise einer Auslassdiät empfehle ich für einen normal gesunden Menschen. Solltest du gesundheitlich stark vorbelastet sein und mit ernsthaften Erkrankungen zu kämpfen haben, bespreche deine Ernährung am besten mit deinem behandelnden Arzt.
Zu Beginn geht es darum, die Akne abheilen zu lassen und in dieser Zeit keine potentiell unverträglichen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Du kannst deine Ernährung auf die Rezepte in meinem Akne-Kochbuch beschränken, in denen die häufigsten Akne-Trigger ausgeschlossen werden. Es enthält 53 leckere Rezepte, die bei Laktose-, Histamin- und Tyraminintoleranz, Weizen-, Walnuss-, Erdnuss-, Soja-, Milch-, Ei-, Fleisch-, Meeresfrüchte- und Fischallergie, Zöliakie und Glutensensitivität verträglich sind. Darüber hinaus wird in den Rezepten kein Haushaltszucker verwendet, sondern nur natürliche Süße aus Früchten.
Wenn du jedoch besonders gründlich vorgehen möchtest und alle potentiellen Akne-Auslöser in der Ernährung ausschließen möchtest, kannst du zu Beginn der Auslassdiät auch eine radikale Monodiät durchführen.
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Monodiät zum Abheilen der Akne
Bei der Monodiät wird die Ernährung auf nur ein einziges Lebensmittel beschränkt, das gut verträglich ist. Kartoffeln und Reis sind für die Karenzphase ideal, denn sie machen satt und sind arm an Allergenen. Du kannst aber auch ein anderes, gut verträgliches und sättigendes Lebensmittel für die Monodiät wählen. Alle anderen Lebensmittel sollten in dieser Phase vermieden werden. (vgl. Disch, S. 37)
Die Monodiät ist zwar eintönig, aber es besteht bei einer sehr kurzen Dauer von einer Woche bei dieser extremen Ernährung keine Gefahr von Mangelerscheinungen. Dein Körper speichert alle essentiellen Nährstoffe bis auf wasserlösliche Vitamine auf Reserve und kann eine Woche dieser einseitigen Ernährung gut überbrücken. (vgl. Verbraucherzentrale (2024): Vitamine und Mineralstoffe von A-Z)
Falls du dich für Kartoffeln oder Reis entscheidest, wirst du auch mit diesen Nahrungsmitteln für eine kurze Zeit gut versorgt, denn sie liefern wertvolle Nährstoffe, die dein Körper in dieser Phase nutzen kann. Kartoffeln wirken basisch und sind reich an Kohlenhydraten, Eiweiß, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin B1, B2, C und Folsäure. Vollkornreis enthält Kohlenhydrate und Eiweiß, Eisen, Zink, Magnesium, Kalium, Phosphor, Kupfer, Vitamine B1, B3, B5, B6 und E. (vgl. Reishunger: Die Inhaltsstoffe von Reis)
Innerhalb dieser ersten sieben Tage sollten deine Hautbeschwerden zurückgehen. Es werden keine neuen Pickel mehr entstehen und die Akne wird zügig abheilen. Nach einer Woche solltest du dann weitere Nahrungsmittel wieder einführen, sodass deine Nährstoffversorgung sichergestellt ist.

Wenn die Monodiät scheitert und die Akne bleibt
Es kann in Einzelfällen jedoch sein, dass bei spezifischen Unverträglichkeiten und Allergien die Symptome bei einer Monodiät mit Reis und Kartoffeln nicht gelindert werden. Kartoffeln sind zum Beispiel bei einer Salicylatintoleranz oder Unverträglichkeit auf Nachtschattengewächse nicht geeignet. Vollkornreis kann bei einer Nickelallergie problematisch sein. (vgl. Histameany (2024): Warum eine Kartoffel-Reis-Diät Histaminsymptome nicht immer lindert)
Wenn nach einer Woche keine deutliche Linderung der Symptome bemerkbar ist, sollte diese extreme Form der Ernährung nicht weiter fortgesetzt werden. In diesem Fall reagierst du entweder auch auf Reis oder Kartoffeln. In diesem Fall kannst du ein anderes, sättigendes und gut verträgliches Lebensmittel für die Monodiät wählen. Oder deine Akne hat eine andere Ursache, die nichts mit einer Nahrungsmittelintoleranz oder Allergie zu tun hat.

Aufbauphase mit oraler Provokation
Nach der ersten Woche sollten für zwei bis vier Wochen verschiedene Lebensmittel Schritt für Schritt wieder hinzugefügt werden. Bei jeder Mahlzeit sollte nur eine neue Zutat unter Beobachtung der Symptome eingeführt werden. Für diese Phase der Auslassdiät empfehle ich dir, dich an die hautverträglichen Zutaten aus meiner Akne-Einkaufsliste zu halten, da diese Lebensmittel in der Regel gut verträglich sind. Die Menge jeder einzelnen Zutat sollte langsam gesteigert werden.
Mache dir bei jeder Mahlzeit Notizen darüber, was und wie viel du von einer Zutat gegessen hast und welche Symptome aufgetreten sind. Es ist auch wichtig zu notieren, ob das entsprechende Lebensmittel roh oder gekocht verzehrt wurde, denn viele Allergene werden bei Hitze zerstört. So kannst du dir Schritt für Schritt eine Positivliste mit verträglichen Zutaten erarbeiten.
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Auswertung des Ernährungstagebuchs
Mithilfe deines Ernährungstagebuches kannst du nun Muster erkennen und Aussagen darüber machen, welche Nahrungsmittelgruppen du gut verträgst und welche Lebensmittel Hautbeschwerden verursachen. Zum Beispiel kann es sein, dass du auf Spinat, Bananen, Walnüsse, Soja und Tomaten reagierst. In diesem Fall liegt es nahe, dass du eine Histaminintoleranz hast. Verstärkt sich der Verdacht auf eine bestimmte Unverträglichkeit, sollten alle Lebensmittel dieser Gruppe weiterhin weglassen werden. Alle anderen Lebensmittel können nun zügiger wieder eingeführt werden.
Spezifische Eliminationsdiät mit oraler Provokation
Bei Verdacht auf eine bestimmte Unverträglichkeit kannst du nun damit beginnen, innerhalb dieser Lebensmittelgruppe zu experimentieren und verschiedene Nahrungsmittel in kleinen Mengen wieder einzuführen. So kannst du herausfinden, auf welche Lebensmittel innerhalb der unverträglichen Gruppe du besonders reagierst und welche Nahrungsmittel in kleinen Mengen verträglich sind. Bei einer Histaminintoleranz kann es zum Beispiel sein, dass du auf frische Tomaten reagierst, aber Tomatenmark in kleinen Mengen verträgst. Auch in dieser Phase solltest du dir unbedingt Notizen machen und systematisch vorgehen.
Erforschung der tieferliegenden Ursache
Wenn du dir sicher bist, dass du eine bestimmte Unverträglichkeit hast, kannst du nun damit beginnen, nach der tieferliegenden Ursache zu suchen. Dabei ist es empfehlenswert, eine Stuhlanalyse zu machen, denn oftmals sind Gründe für Unverträglichkeiten auf Probleme im Darm zurückzuführen und können geheilt werden. Auch weitere Analysen wie ein Hormonspiegel, Bluttests und ein Nährstoffprofil können hilfreich dabei sein, die Gründe für eine Intoleranz aufzudecken.
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Falls du unsicher bist, wie du diese Auslassdiät genau durchführen kannst, buche gerne ein individuelles Akne-Ernährungs-Coaching bei mir und ich unterstütze dich gerne bei jedem Schritt der Auslassdiät, der Ursachenforschung und der ganzheitlichen Heilung.
Herzliche Grüße von Nicole
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Quellen
Beutling, Dorothea M. (Herausgeber), A. A. Askar, G. S. Barolin, H. W. Bergmann, D.M. Beutling, A. S. C. Dross, G. Kielwein, G. R. Schlenker, H. Treptow, R. Wittkowski (1996): Biogene Amine in der Ernährung, 1. Auflage, Berlin: Springer Verlag
Disch, Dr. med. Rainer / Kira Wagner (1999): Abwechslungsreiche Diät bei Neurodermitis, 1. Auflage, Stuttgart: Georg Thieme Verlag
Fischer, Gunnar (2024): Sorbit-Unverträglichkeit: Fünf Fakten zur Sorbit-Intoleranz, URL: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/sorbit-unvertraeglichkeit-fakten-100.html (Abrufdatum 11.10.2024)
Histameany (2024): Warum eine Kartoffel-Reis-Diät Histaminsymptome nicht immer lindert, URL: https://www.histameany.de/warum-eine-kartoffel-reis-diaet-histaminsymptome-nicht-immer-lindert-teil-1/#Orale_Nickelallergie (Abrufdatum 11.10.2024)
Jossé M. A., Sabine (2023): Salicylate, Salicylat-Intoleranz, Salicylat-Unverträglichkeit, URL: https://www.mein-allergie-portal.com/nahrungsmittelallergie-und-unvertraeglichkeiten/2337-salicylat-unvertraeglichkeit-wo-verstecken-sich-salicylate.html (Abrufdatum 11.10.2024)
Jossé, S. / M. B. Hilka (2022): Allergietest auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeit, URL: https://www.mein-allergie-portal.com/nahrungsmittelallergie-und-unvertraeglichkeiten/707-allergie-sinn-und-unsinn-von-nahrungsmittelunvertraeglichkeits-tests.html (Abrufdatum 11.10.2024)
Kirchhoff, Christine (2019): Diäten im Check, So sinnvoll ist die Blutgruppendiät, URL: https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/diaet/blutgruppendiaet–wie-sinnvoll-ist-die-blutgruppendiaet-und-laesst-sich-damit-abnehmen–3531002.html (Abrufdatum 16.10.2024)
Körner, Ute / Astrid Schareina (2021): Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten – Diagnostik, Therapie und Beratung, 2. Auflage, Stuttgart: Thieme Verlag
Lautenschläger, Dr. Hans (2012): Nahrungsmittelintoleranzen – wenn Essen die Haut reizt, URL: https://dermaviduals.de/deutsch/publikationen/problemhaut/nahrungsmittelintoleranzen.html (Abrufdatum 11.10.2024)
Leiß, Prof. Dr. med. Ottmar (2017): Zöliakie und andere Gluten-assoziierte Erkrankungen, 1. Auflage, Berlin / Boston: Walter De Gruyter GmbH
Reishunger (o. D.): Die Inhaltsstoffe von Reis, URL: https://www.reishunger.de/wissen/article/88/die-inhaltsstoffe-von-reis (Abrufdatum 11.10.2024)
Schäfer, Susanne (2015): Dubiose Allergietests – Weizen und Kuhmilch waren gestern, URL: https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/igg-test-auf-lebensmittelallergie-das-steckt-dahinter-a-1015889.html (Abrufdatum 11.10.2024)
Schaller, Heidrun (2015): Die Paleo (R)evolution, Gesund durch Ernährung im Einklang mit unserem genetischen Erbe, 1. Auflage, Kulmbach: Börsenmedien AG
Thiel, Dr. med. Claudia (2004): Der große TRIAS-Ratgeber Nahrungsmittel-Allergien, 1. Auflage, Stuttgart: TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage
Verbraucherzentrale (2024): Vitamine und Mineralstoffe von A-Z, URL: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/vitamine-und-mineralstoffe-von-az-5949 (Abrufdatum 11.10.2024)
