Akne und Pickel als Auswirkung von Stress
Bestimmt hast du schon bemerkt, dass deine Akne sich in stressigen Zeiten verschlimmerte und deine Haut unreiner war als sonst. Emotionaler Dauerstress, Ängste und Sorgen wirken sich sehr schädlich auf alle unsere Körperorgane aus und haben dadurch auch direkten Einfluss auf die Hautgesundheit.
Nicht umsonst wird deshalb die Haut auch als „Spiegel der Seele“ oder „Spiegel der Gesundheit“ bezeichnet. Körper und Geist sind sehr eng miteinander verbunden. Um langfristig unsere körperliche Gesundheit zu erhalten, müssen wir uns auch um unsere mentale und seelische Gesundheit kümmern.

Inhaltsverzeichnis
Lesedauer: 12 Minuten
Was ist eigentlich Stress?
Als Stress wird die starke Beanspruchung eines Organismus durch innere oder äußere Reize bezeichnet. Diese ursprünglich lebenswichtige Aktivierung des Organismus in lebensbedrohlichen Situationen hat negative Auswirkungen auf Körper, Psyche und die Hautgesundheit. (vgl. Ernst (2022): Stress und Stressbewältigung)
Positiver Stress
Vielleicht kennst du das Gefühl vor einer Prüfung oder einem Vorstellungsgespräch, wenn du nervös bist und unter Strom stehst. Die Aufregung vor einer Prüfung hilft dir dabei, wach und konzentriert zu sein. Die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol geben dir einen Energieschub und helfen dir dabei, Höchstleistung abzurufen. Um das Beste aus dir herauszuholen, kannst du diese Energie in motivierende Spannung und Leistung umwandeln. (vgl. Flora-Apotheke (2023): Prüfungsangst: So lässt sie sich überwinden)
Wenn wir eine Herausforderung gemeistert und ein Problem gelöst haben, stärkt diese stressige Situation im Nachhinein unser Selbstvertrauen, wodurch wir später besser mit Stress umgehen können. Da dieser „positive Stress“ zeitlich begrenzt ist, hat er keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.
Akuter „negativer“ Stress
Im Gegensatz dazu können Konflikte in Beziehungen oder bei der Arbeit negativen, emotionalen Stress verursachen. Diese Art von Stress ist oft nicht vermeidbar, denn manchmal sind diese Situationen notwendig, um unsere Kommunikation zu verbessern oder Probleme aus dem Weg zu räumen. Dieser akute, negative Stress kann zwar kurzfristig auch Akne und Hautprobleme verschlimmern, ist aber meist zeitlich begrenzt und verursacht keine bleibenden Gesundheitsprobleme. Wenn Konflikte monatelang anhalten und nicht gelöst werden können und Betroffene in einer stressigen Situation gefangen sind, kann sich dieser negative Stress jedoch auch zu chronischem Stress weiterentwickeln.
Emotionaler Dauerstress
Im Gegensatz zu akuten Stresssituationen ist chronischer Stress ein emotionaler Zustand, unter dem Betroffene dauerhaft leiden. Wer unter Dauerstress leidet, hat sich oft an diesen Zustand gewöhnt, weil er es nicht anders kennt. Betroffene merken oft gar nicht, dass es ihnen eigentlich nicht gut geht. Oftmals hat dieser emotionale Dauerstress auch seinen Ursprung in früheren Lebenssituationen, in denen sich die Betroffenen hilflos und ohnmächtig gefühlt haben. Aus diesen Erfahrungen entstehen falsche Überzeugungen und Glaubenssätze, was wiederum zu schädlichen Verhaltens- und Beziehungsmustern oder tieferen traumatischen Erfahrungen führen kann.
Dadurch stehen die Betroffenen unter ständiger Anspannung und sind in Alarmbereitschaft. Es handelt sich um einen dauerhaften Angstzustand, der dem posttraumatischen Stresssyndrom ähnelt. Betroffene leben dann mit dem Stress, der im Körper gespeichert ist und nie abgebaut werden kann, weil er ständig neu erzeugt wird. Diese negative Energie kann sich sehr schädlich auf den Körper auswirken und langfristig zu Krankheiten führen.
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Deine Akne als Warnzeichen verstehen
Da unsere Haut ein von außen so gut sichtbares Organ ist, kann sie dir viel über deinen tatsächlichen Gesundheitszustand offenbaren. Hautprobleme sind Warnzeichen, die dir zeigen, wenn du dich mehr um deine körperliche und mentale Gesundheit kümmern solltest.
Es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass durch Dauerstress verschiedene Gehirnareale, Neurotransmitter und Hormone aus dem Gleichgewicht geraten können (vgl. Roberts (2022): Betrayal & Beyond, S. 47). Außerdem schädigt Dauerstress auch unseren Darm, unser Nervensystem, unsere Nieren und unsere Leber. Infolgedessen kann auch unsere Haut leiden.
Es gibt natürlich auch Menschen, die zwar unter Stress leiden, aber eine super Haut haben. In diesem Fall wirkt sich der Stress nicht auf ihre Haut aus, hinterlässt aber Spuren in anderen Körperbereichen. Denn eines ist gewiss: Stress geht niemals spurlos an uns vorbei. Es ist vielmehr eine Frage der Veranlagung, auf welchen Bereich unseres Körpers sich der Stress am ehesten auswirkt.
Hier sind sieben körperliche Auswirkungen, die Ängste, Sorgen und Dauerstress auf deinen Körper und deine Gesundheit haben:
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Freie Radikale greifen die Haut an
Bei Dauerstress entsteht vermehrt oxidativer Stress, der als die „Mutter aller Krankheit“ gilt. Oxidativer Stress ist gleichbedeutend mit einem Elektronenmangel im Körper (vgl. Probst (2022): Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit, S. 36 ff). Wie kann man sich das vorstellen? Bei einem Elektronenmangel im Körper fehlen einigen Molekülen in unserem Körper in ihrer Struktur ein Elektron. Und dieses Molekül wird dann als „freies Radikal“ bezeichnet.
Freie Radikale versuchen in ihrer Struktur wieder vollständig zu werden, indem sie dem nächstbesten Molekül ein Elektron entreißen. Dieses beraubte Molekül wird dann wiederum selbst zum freien Radikal und raubt einem anderen Molekül ein Elektron. So entsteht im Körper eine zerstörerische Kettenreaktion, die zu massiven Schäden führen kann.
Wie sieht das genau aus? Zunächst schädigen freie Radikale unsere Zellen direkt und zerstören ihre Struktur. Zusätzlich zerstören freie Radikale die Rezeptoren unserer Zellen. Dadurch funktioniert die Zellkommunikation nicht mehr richtig. Zweitens schalten freie Radikale Enzyme ab, die für unsere Verdauung essentiell sind. Und drittens vermindern sie die Bildung von Eiweiß, das ein wichtiger Baustein für unsere Haut ist. Außerdem steigt das Risiko von Krebs durch unkontrollierte Zellteilung (vgl. Meier (2024): Antioxidantien schützen unsere Zellen).
Und was passiert bei oxidativem Stress mit unserer Haut? Die Wirkung von freien Radikalen auf die Haut ist fatal. Erstens schwächen sie unsere Hautbarriere, wodurch Bakterien und Keime sich besser ausbreiten können. Daneben kann die Haut sich schlechter regenerieren. Außerdem wird das Kollagen und Elastin in unserer Haut angegriffen. Dadurch altert die Haut schneller und es entstehen leichter Falten. Darüber hinaus verliert unsere Haut ihre Spannkraft und Elastizität. Auch Akne und eine schlechte Wundheilung mit Narben können die Folge von oxidativem Stress sein (vgl. Mittermair (2023): Deshalb sind Antioxidantien die beste Beauty-Waffe für deine Haut!).
Du kannst diesem oxidativen Stress mit einer antioxidativen Ernährung entgegenwirken. Erfahre, wie du Akne vorbeugen und heilen lassen kannst mit einer antioxidativen Ernährung.

Darmschäden und Akne durch oxidativen Stress
Schon vor 2000 Jahren erkannte Hippokrates den Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Körpergesundheit. Er ist berühmt für sein bekanntestes Zitat: “Darm gesund – kerngesund, Darm krank – Mensch krank.” oder “Der Tod sitzt im Darm”? Auch die westliche Medizin erkennt inzwischen an, wie bedeutend die Darmgesundheit für den ganzen Körper ist. (vgl. Probst (2022): Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit, S. 36 ff)
Schlechte Darmbakterien erzeugen Stress
Unser Darm ist durchschnittlich von 2-3 Kilo Darmbakterien besiedelt. Lebensfeindliche und gesundheitsschädliche Darmbakterien und Pilze benötigen oxidativen Stress als Lebensgrundlage. Zugleich erzeugen sie diesen oxidativen Stress auch selbst. Es gibt also auch körperliche Quellen von Stress, der von Parasiten und anderen Übeltätern erzeugt wird. Gute Darmbakterien brauchen Elektronen zum Überleben. Leider werden sie von den krankmachenden Darmbakterien verdrängt, wenn diese in der Überzahl sind. Deshalb ist Stress wahres Gift für unseren Darm. (vgl. Probst (2022): Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit, S. 36 ff)
Die meisten Menschen haben eine massiv geschädigte Darmflora aufgrund von Dauerstress, jahrelanger Fehlernährung und Antibiotikabehandlungen. In der Folge werden Giftstoffe nicht ordnungsgemäß ausgeschieden und kommen im Körper in Umlauf. Und was nicht über den Verdauungstrakt ausgeschieden wird, stößt die Haut wieder aus. So entsteht eine fettige und unreine Haut.

Sind Probiotika nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
Deshalb wird bei Hauterkrankungen von Heilpraktikern oft zu einer Darmreinigung und anschließenden Darmsanierung mit Probiotika geraten. Probiotika haben jedoch meist nur 500 mg Darmbakterien pro Kapsel, was ein Tropfen auf den heißen Stein ist, wenn nach wie vor 2 bis 3 Kilo krankmachende Darmbakterien das Darmmilieu bestimmen. (vgl. Probst (2022): Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit, S. 36 ff) Deshalb werden teure Probiotikabehandlungen wahrscheinlich nicht zum erwünschten Erfolg führen, wenn du weiterhin emotionalem Dauerstress ausgesetzt bist und dadurch weiterhin Pilze und schlechte Darmbakterien das Milieu bestimmen.
Folglich ermöglicht ein gesunder Darm eine optimale Nährstoffaufnahme. Dadurch wird deine Haut versorgt und strahlt. Außerdem beugt ein gesunder Darm der Entstehung von Krankheiten, Allergien und Lebensmittelintoleranzen vor. (vgl. Probst (2022): Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit, S. 36 ff)
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Nährstoffmängel, Übersäuerung und Akne durch Stress
Stress „verschlingt“ regelrecht Nährstoffe, denn bei Stress benötigt der Körper vor allem B-Vitamine, um die Stresshormone Noradrenalin und Cortisol zu bilden. Bei einer unzureichenden Versorgung mit B-Vitaminen, die oft auch als „Schönheitsvitamine“ bezeichnet werden, kann es schnell zu einer Mangelsituation kommen. (vgl. Zittermann (2002): Mangel durch erhöhten Bedarf, S. 261-268)
Doch auch der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C, Magnesium, Zink und Calcium steigt extrem an, wenn der Körper diese Antioxidantien zur Neutralisierung von freien Radikalen benötigt. Auf längere Sicht zieht der Körper auch Nährstoffe aus körpereigenem Gewebe und Knochen, wenn diese nicht ausreichend zugeführt werden.
Fehlen dem Körper dauerhaft essentielle Nährstoffe, können auch wichtige Enzyme nicht mehr gebildet werden, die für die Verdauung und Nährstoffaufnahme notwendig sind. So entsteht ein Teufelskreis und der gestresste Körper rutscht immer weiter in die Übersäuerung. Eine fahle, unreine Haut und eine schlechte Wundheilung können darauf hindeuten, dass dein Körper übersäuert ist. Erfahre alles darüber, wie du mit der basischen Ernährung deinen Körper ins Gleichgewicht bringen kannst.

Hormonelle Akne durch Stress
Durch Stress werden im Körper verschiedene Stresshormone ausgeschüttet, dazu gehören Adrenalin und Cortisol. Diese steigern die Talgproduktion und machen die Haut fettig, wodurch die Poren verstopfen. (vgl. Bechstein: Stress und Akne?). Außerdem schwächt Cortisol die natürliche Hautbarriere und schafft damit einen optimalen Nährboden für schädliche Bakterien und Keime. Cortisol mindert zusätzlich die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit aufzunehmen und zu speichern. Darüber hinaus verlangsamt Cortisol die Zellerneuerung und die Haut regeneriert sich nicht mehr so schnell. Eine gestresste Haut sieht deshalb oft müde und fahl aus (vgl. Chevallerie (2020): Stresspickel und Hautausschlag durch Stress).
Cortisol und Adrenalin werden in den Nebennieren gebildet. Wenn die Nebennieren durch Stress stark angeregt werden, werden gleichzeitig auch vermehrt männliche Sexualhormone wie Androgene ausgeschüttet (vgl. Ovularing: Welcher PCOS Typ bist du?). Auch Androgene führen zu verstärkter Talgproduktion und fettiger Haut (Wintrich (2021): Akne, Hormone und Ernährung). Durch das Übermaß an Stresshormonen wird das gesamte, sehr sensible Hormonsystem beeinflusst und aus der Balance gebracht. Hormonelle Akne kann deshalb auch eine Folge von zu viel Stress sein.

Akne durch ein destabilisiertes Nervensystem
Stresshormone aktivieren außerdem unsere Nervenzellen, was unser Nervensystem langfristig außer Balance bringen und schädigen kann. Bei permanentem Dauerstress kippt irgendwann unser vegetatives Nervensystem. Dadurch bleiben wir dauerhaft in einem Zustand der Erregung, Reizbarkeit und Wachheit, anstatt nach einer Phase der Anspannung wieder zu entspannen (vgl. Willi (2018): Stressreaktion). Selbst nachts finden wir deshalb oft keine echte Ruhe und leiden folglich unter dauerhaftem Schlafmangel. Und das wiederum führt zu oxidativem Stress, der die Haut schädigt.
Daneben setzt unser Nervensystem auch vermehrt körpereigenes Histamin frei. Histamin ist ein Neurotransmitter und wird vor allem in den Zellen des Nervensystems im Darm gespeichert (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung). Wenn unser Nervensystem unter Anspannung steht, ist die Schwelle zur Freisetzung von Histamin sehr niedrig. Dadurch kann schon bei kleinsten Histaminmengen in der Nahrung das „Histamin-Fass“ zum Überlaufen kommen und Hautprobleme auslösen (vgl. Hodeige (2021): Wie Stress deine Histaminintoleranz beeinflusst und auch verstärkt).
Doch auch unser Gehirn bildet Histamin im Hypothalamus (vgl. Histafit: Histamin-Intoleranz und Psyche). Dieser Teil unseres Gehirns gehört zum limbischen System und ist maßgeblich an unseren Emotionen beteiligt. Das limbische System ist außerdem eng mit unseren Hormonen und Neurotransmittern verknüpft. (vgl. Wolf (2021): Neurotransmitter)
Kommt es durch Dauerstress zur übermäßigen Bildung von Histamin im Gehirn und zur Ausschüttung von Histamin in unserem Nervensystem, kann dies zu einem dauerhaft hohen Histaminniveau im Körper führen. Auch die Entstehung einer Histaminintoleranz kann die Folge sein. Histamin wirkt dann wiederum als Trigger für Akne, Neurodermitis und andere Hauterkrankungen. Erfahre auf meinem Blog mehr über Histamin als Auslöser von Akne und die histaminarme Ernährung.

Nierenprobleme und Akne durch Stress
Emotionaler Dauerstress beeinträchtigt auch unsere Nierenfunktion, sodass die Niere ihre Arbeit als lebenswichtiges Entgiftungsorgan nicht mehr ausreichend erledigen kann. Das Sprichwort „Das ist mir an die Nieren gegangen“ zeigt deutlich den Einfluss von Ängsten, Stress, Trauer, Wut, Verzweiflung und Aufregung auf dieses Organ. Ein weiterer Beleg für die Verbindung zwischen unseren Emotionen und unseren Nieren ist die Tatsache, dass die Nieren direkt mit dem Vagusnerv im Gehirn verbunden sind. (vgl. Histaminikus: Organreihe: Nieren).
Darüber hinaus sind unsere Nieren zuständig für die Vitamin-D-Umwandlung in aktives Vitamin D (vgl. Histaminikus: Organreihe: Nieren). Somit kann durch Stress auch ein Vitamin-D-Mangel entstehen, der sich sichtbar auf die Haut auswirkt. Die Folge sind Trockenheit, Juckreiz und die Neigung zu Ekzemen. Auch Akne und Unreinheiten können durch eine Unterversorgung von Vitamin D begünstigt werden. (vgl. La Roche Posay: Vitamin D: Darum ist es so wichtig für deine Haut)
Die Niere ist überdies zuständig für die Produktion wichtiger Hormone zur Stabilisation unseres Hormonhaushaltes (vgl. Histaminikus: Organreihe: Nieren). Zum einen werden im Nebennierenmark die Stresshormone Cortisol und Adrenalin hergestellt. Zum anderen produziert die Nebennierenrinde das männlich Sexualhormon Androgen, das in Testosteron umgewandelt wird. Akne sind ein typisches Anzeichen von einem Androgenüberschuss bei Frauen. Eine beeinträchtigte Nierenfunktion kann dadurch hormonelle Akne begünstigen. (vgl. Internisten Im Netz: Nebenniere)
Unsere Nieren sind außerdem zuständig für die Entgiftung und Reinigung unseres Blutes. Je mehr Toxine und Histamin im Blut zirkulieren, desto schlechter ist auch unsere Haut (vgl. Histaminikus: Organreihe: Nieren).
Nicht zuletzt sind die Nieren auch für die Steuerung unseres Wasser- und Mineralstoffhaushalts zuständig. Da unsere Haut mit Nährstoffen und Feuchtigkeit von innen versorgt werden muss, hat dies auch eine immense Auswirkung auf unsere Haut (vgl. Histaminikus: Organreihe: Nieren).

Akne und beeinträchtigte Leberfunktion durch Stress
Die Leber ist das größte Entgiftungsorgan unseres Körpers. Sie reguliert als weitere Funktion auch unseren Stoffwechsel. Die Leber hat eine unglaubliche Regenerationsfähigkeit und kann viele Schadstoffe „schlucken“. Doch an einem gewissen Punkt reagiert sie sehr sensibel auf Überlastungen „und die Galle läuft über“.
Wie beeinflusst Dauerstress unsere Leber? Negative Emotionen wie Aggressionen, Wut, Zorn und Bitterkeit schlagen sich dauerhaft auf die Leberfunktion nieder. Deshalb leidet die Leber, wenn ein Mensch dauerhaft emotional oder psychisch belastet ist oder in seinem Bedürfnis nach Freiheit und Kreativität unterdrückt wird.
Überdies ist die Leber auch das Schlüsselorgan bei einer Histaminintoleranz. Warum ist das so? Optimalerweise filtert die Leber überschüssiges Histamin aus dem Blut heraus. Ist die Leber überlastet, funktioniert die Entgiftung nicht mehr richtig und Histamin zirkuliert frei im Blut. Histamin wird dann wiederum zum Trigger für Akne, Neurodermitis und andere Hauterkrankungen.
Darüber hinaus produziert die Leber Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine. Sie speichert Nährstoffe, die für unsere Haut essentiell sind. Leidet unsere Leber, leidet automatisch auch unsere Haut.
Zusätzlich reguliert die Leber unseren Blutzuckerspiegel. Starke Blutzuckerschwankungen sind Stress für unseren Körper. Dadurch kommt es vermehrt zur Ausschüttung von Insulin, Cortisol und Androgenen. Ein hoher Blutzuckerspiegel fördert daneben auch Entzündungen. All dies kann die Entstehung von Hautproblemen wie Akne begünstigen oder verschlimmern. (vgl. Histaminikus: Organreihe: Leber)

Fazit
Wie du nun erfahren hast, sind viele körperliche Beschwerden tatsächlich psychosomatisch und können auf die Grundursache Stress zurückgeführt werden. Für mich persönlich waren meine Hautprobleme der Anfang einer Reise zur ganzheitlichen Heilung und langfristiger Gesundheit meines gesamten Körpers. Inzwischen habe ich gelernt, Stress ernst zu nehmen und als realen Faktor für meine Gesundheit zu betrachten.
Ich bin deshalb inzwischen froh über die Zeichen meiner Haut, denn sie zeigen mir, wenn ich überlastet bin und ich an meinem Leben etwas ändern muss. Ich sehe meine Haut als ein Warnsignal, das mir Hinweise darauf gibt, was in meinem Körper tatsächlich vor sich geht und mir zeigt, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Hier kannst du meine Akne-Heilungsgeschichte lesen.
Welche Auswirkung hat Stress auf deine Haut? Und wie gehst du positiv mit Stress um? Schreib gerne in die Kommentare!
Herzliche Grüße von Nicole
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Quellen
Backes, Dr. Gunda (2024): Vorteile von Rohkost, URL: https://www.tk.de/techniker/magazin/ernaehrung/essen-und-wissen/rohkost-2006742?tkcm=aaus (Abrufdatum 16.9.2024)
Bechstein, Dr. med. Sarah (o. D.): Stress und Akne? – FORMEL Skin klärt Dich auf!, URL: https://www.formelskin.de/akne/arten/stress-akne (Abrufdatum 16.9.2024)
Beutling, Dorothea M. (Herausgeber), A. A. Askar, G. S. Barolin, H. W. Bergmann, D.M. Beutling, A. S. C. Dross, G. Kielwein, G. R. Schlenker, H. Treptow, R. Wittkowski (1996): Biogene Amine in der Ernährung, 1. Auflage, Berlin: Springer Verlag
Chevallerie, Christina von der (2020): Stresspickel und Hautausschlag durch Stress – Wie hängt unser psychisches Gleichgewicht mit unserer Hautgesundheit zusammen?, URL: https://www.beethoven-klinik-koeln.de/stresspickel-und-hautausschlag-durch-stress (Abrufdatum 16.9.2024)
Dermasence Medizinische Hautpflege (o. D.): Die Haut als Spiegelbild der Seele, URL: https://www.dermasence.de/ratgeber/dermasence-wissen/blog/die-haut-als-spiegelbild-der-seele (Abrufdatum 16.11.2024)
Ernst, Gundula / Alexa Franke / Peter Franzkowiak (2022): Stress und Stressbewältigung, URL: https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/stress-und-stressbewaeltigung/ (Abrufdatum: 2. 10.2024)
Flora-Apotheke (2023): Prüfungsangst: So lässt sie sich überwinden, URL: https://www.flora-gelnhausen.de/familie/pruefungsangst-ueberwinden/ (Abrufdatum 16.9.2024)
Histafit (o.D.): Histamin-Intoleranz und Psyche, URL: https://histafit.de/histamin-intoleranz-und-psyche/ (Abrufdatum 16.9.2024)
Histaminikus (o. D.): Organreihe: Leber, URL: https://histaminikus.de/blogs/blog/organreihe-leber (Abrufdatum 16.09.2024)
Histaminikus (o. D.): Organreihe: Nieren, URL: https://histaminikus.de/blogs/blog/organreihe-nieren (Abrufdatum 16.9.2024)
Hodeige, Nora (2021): Wie Stress deine Histaminintoleranz beeinflusst und auch verstärkt, URL: https://www.leben-mit-ohne.de/stress/ (Abrufdatum 16.9.2024)
Internisten Im Netz (o. D.): Nebenniere, URL: https://www.internisten-im-netz.de/fachgebiete/hormone-stoffwechsel/hormondruesen-und-moegliche-erkrankungen/nebenniere.html (Abrufdatum 16.9.2024)
La Roche Posay (o. D.): Vitamin D: Darum ist es so wichtig für deine Haut, URL: https://www.larocheposay.de/sonnenpflege/vitamin-d-mangel-haut (Abrufdatum 16.09.2024)
Meier, Susanne (2024): Antioxidantien schützen unsere Zellen, URL: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/nahrungsergaenzung/antioxidantien-uebersicht/antioxidantien (Abrufdatum 16.9.2024)
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Ovularing (o. D.): Welcher PCOS Typ bist du?, URL: https://ovularing.com/zyklustypen/welcher-pcos-typ-bist-du (Abrufdatum 16.9.2024)
Probst, Dr. med. habil. Dr. Karl J. (2022): Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit, Ein Wegbegleiter – Schätze aus der Praxis eines jahrzehntelangen Naturheilarztes, 6. Auflage, Trier: Telomit GmbH, Seite 36 ff.
Roberts, Diane (2022): Betrayal & Beyond, Healing the trauma of sexual betrayal, 2. Ausgabe, Troutdale: Pure Desire Ministries International, Seite 47
Willi, Dr. med. Robert (2018): Stressreaktion, URL: https://www.dr-willi.de/2018/02/stressreaktion (Abrufdatum 16.9.2024)
Wintrich, Gina (2021): Akne, Hormone und Ernährung, URL: https://dermanostic.com/blog/akne-hormone-und-die-ernaehrung (Abrufdatum 16.9.2024)
Wolf, Dr. Doris (2021): Neurotransmitter, URL: https://www.palverlag.de/lebenshilfe-abc/neurotransmitter.html (Abrufdatum 16.9.2024)
Zittermann, A. (2002): Mangel durch erhöhten Bedarf. In: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Thieme Verlag, S. 261-268
