Akne und Pickel durch eine histaminarme Ernährung heilen
Viele Betroffene von Akne, Pickeln und unreiner Haut sind sich nicht bewusst, dass Histamin einer der häufigsten Auslöser von Hautproblemen ist. Falls du den Artikel “Akne als Symptom einer unerkannten Histaminintoleranz“ noch nicht gelesen hast, empfehle ich dir, diesen zuerst zu lesen, um ein grundlegendes Verständnis dafür zu bekommen, was Histamin überhaupt ist, was die typischen Symptome einer Histaminintoleranz sind und welche Ursachen und Heilungschancen es gibt. So kannst du besser einschätzen, ob diese Unverträglichkeit bei dir vorliegen könnte und entscheiden, ob die nachfolgenden Ernährungsempfehlungen für dich relevant sind.
In diesem Artikel erhältst du einen umfassenden Überblick darüber, welche Lebensmittel bei histaminbedingter Akne sehr gut, nur in Maßen oder sehr schlecht verträglich sind. Die detaillierten Erklärungen zu den verschiedenen Nahrungsmittelgruppen befähigen dich, selbst zu entscheiden, welche Lebensmittel du in einem ersten Schritt weglassen möchtest, um einen Selbsttest zu starten. So kannst du innerhalb weniger Tage herausfinden, ob eine Besserung deiner Akne durch den Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel eintritt.

Inhaltsverzeichnis
Lesedauer: 24 Minuten
Problematische Lebensmittel bei Akne und Histaminintoleranz
Bei einer Histaminintoleranz sind besonders zwei Lebensmittelgruppen problematisch. Zum einen sind es Lebensmittel, die bei ihrer Zersetzung leicht Histamin bilden können. Auf der anderen Seite sind es Nahrungsmittel, die den Histaminabbau im Körper blockieren und die Freisetzung von körpereigenem Histamin fördern können.
Histidinhaltige Lebensmittel als Histaminbildner
Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass Histamin bei der mikrobiellen Zersetzung der Aminosäure Histidin entsteht. Aminosäuren sind Bestandteile von Protein. Je eiweißreicher ein Lebensmittel ist und je mehr Histidin es enthält, desto verderblicher ist es auch und von der Histaminbildung betroffen. Der tatsächliche Histamingehalt in Lebensmitteln hängt deshalb immer vom Frischegrad ab und unterliegt daher Schwankungen. Deshalb ist es unmöglich, genaue Angaben über den Histamingehalt in bestimmten Lebensmitteln zu geben. Es handelt sich immer nur um Schätzungen, die auf stichprobenartigen Untersuchungen zu einem bestimmten Zeitpunkt basieren (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 59).
Bestimmte eiweißreiche Lebensmittel haben von Natur aus einen sehr hohen Gehalt an der Aminosäure Histidin. Die genauen Mengen von Histidin in bestimmten Lebensmitteln kannst du hier nachschauen. Dazu gehören vor allem tierische Produkte, aber auch eiweißreiche Gemüse, Algen und Pilze. Aufgrund ihrer Verarbeitung und Lagerung wird aus der Aminosäure Histidin bei diesen Lebensmitteln sehr viel Histamin gebildet.
Bei stichprobenartigen Untersuchungen wurde vor allem in den folgenden Lebensmitteln ein hoher Gehalt an Histamin festgestellt: lange gelagerte, tierische Produkte wie Käse und Trockenfleisch, fermentierte Lebensmittel, bestimmte alkoholische Getränke, Hefeextrakt, Tomaten, Spinat, Steinpilze und Pfifferlinge sowie Algen. Diese Lebensmittel sollten von Menschen, die sensibel auf Histamin reagieren, nach Möglichkeit gemieden werden (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 9).

Biogene Amine als DAO-Blocker und Histaminliberatoren
Nahrungsmittel, die zwar kein Histamin enthalten, dafür jedoch reich an anderen biogenen Aminen wie zum Beispiel Serotonin, Dopamin oder Thyramin sind, können bei Histaminintoleranz ebenfalls sehr problematisch sein. Dies hat zwei Gründe:
Erstens nutzen alle biogenen Amine das gleiche Enzym DAO (Diaminoxidase) für ihren Abbau. Da Histamin in der Rangliste der biogenen Amine sehr weit unten steht, werden zuerst alle anderen biogenen Amine verstoffwechselt. Andere biogene Amine können dadurch den Histaminabbau im Körper hemmen (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 29 ff.).
Zweitens entsteht beim Verzehr von biogenen Aminen ein Amin-Überschuss im Körper, wodurch unser körpereigenes Histamin aus seinen Verbindungen gelöst werden kann und vom Körper freigesetzt wird (ebd. S. 23 ff.). Deshalb werden Lebensmittel mit hohen Mengen an biogenen Aminen auch als „Histaminliberatoren“ bezeichnet. Zu dieser Gruppe gehören verschiedene Früchte wie Bananen, Zitrusfrüchte, Avocados, aber auch Soja und viele Nusssorten.

Wenn du mehr über die Funktionen von Histamin und anderen biogenen Aminen im Körper erfahren möchtest, empfehle ich dir, meinen Artikel Histamin als Auslöser für Hautprobleme zuerst zu lesen.
Die Verträglichkeit von Histamin und anderen biogenen Aminen ist sehr individuell und hängt auch von anderen Faktoren ab, wie zum Beispiel Stress oder Schlaf. Deshalb ist es meiner Meinung nach am besten, selbst auszutesten, wie verträglich bestimmte Lebensmittel für dich sind und sie nicht pauschal auszuschließen.
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Welche Lebensmittel enthalten Histamin?
Im Folgenden gehe ich im Detail auf die verschiedenen Lebensmittelgruppen ein, die aufgrund ihres hohen Gehalts an Histidin besonders von der Histaminbildung betroffen sind oder die besonders problematisch sind, weil sie sowohl Histamin als auch andere biogene Amine in hohen Mengen enthalten.
Unverträgliche Tierprodukte bei Histaminintoleranz
Frisches Fleisch, Fisch und Milch enthalten nur sehr geringe Mengen an Histamin und sind in der Regel gut verträglich. Tierische Produkte sind jedoch sehr eiweißreich und enthalten auch die Aminosäure Histidin, aus der während des Zersetzungsprozesses Histamin entsteht. Nicht mehr ganz frisches Fleisch und lang gelagerte Fleischprodukte wie Dosenwurst oder Salami weisen hohe Werte an Histamin auf (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 136 ff.)
Besonders hoch ist der Histamingehalt bei fermentierten Milchprodukten wie Käse, Kefir, Joghurt und Quark. Diese Nahrungsmittel sind eiweißreich und wurden lange gelagert und mikrobiell zersetzt. Vor allem lang gereifter Käse weist hohe Mengen an Histamin auf. (ebd., S. 104 ff.)
Auch Fisch und Meeresfrüchte sollten nur fangfrisch verzehrt werden. Lang gelagerte Produkte wie Thunfisch oder Sardinen aus der Dose oder Räucherlachs sind besonders stark belastet, obwohl sie in frischer Qualität kaum Histamin enthalten. (ebd., S. 144 ff.)

Fermentierte Lebensmittel bei Akne und Histaminintoleranz
Das Fermentieren wurde schon vor Tausenden von Jahren in der ägyptischen Hochkultur erfunden und ist besonders in den letzten Jahren wieder in den Trend gekommen (vgl. Microjungle (o. D.): Die Geschichte der Fermentation – Evolution von Mensch und Mikroorganismen).
Eine Studie der Stanford-Universität belegte, dass Fermentiertes unsere Darmflora stärkt und unseren Immunstatus verbessern kann (vgl. Wastyk (2021): Gut-microbiota-targeted diets modulate human immune status). Gerade Betroffene von Hautproblemen sind deshalb oft besonders motiviert, Fermentiertes zu essen, weil Haut- und Darmgesundheit eng zusammenhängen.
Jedoch entsteht beim Fermentieren, was ja nichts anderes als ein mikrobieller Zersetzungsprozess ist, leider auch Histamin, sodass diese Lebensmittel für aminsensitive Menschen ausgeschlossen werden müssen (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 84 ff., S. 158, S. 173, S. 237). Um die Darmflora zu stärken, ist es in diesem Fall empfehlenswerter, ein Probiotikum speziell für Menschen mit Histaminintoleranz einzunehmen (vgl. Rehberg (2023): Die Histaminintoleranz – Ursachen und Tipps).
Zu den fermentierten Lebensmitteln gehören:
- Käse, Joghurt und Quark (sowohl tierisch als auch pflanzlich)
- Sauerteig
- Fermentierte Sojaprodukte: Sojasauce, fermentierter Tofu, Tempeh und Miso
- Worchester Sauce
- Oliven (Sie sind an sich histaminarm, werden aber oft durch Fermentation veredelt. Deshalb sind nur die günstigeren, pasteurisierten Oliven bei Histaminintoleranz verträglich.)
- Essig und essighaltige Produkte wie Mayo, Senf, Marinaden, Dressings, Aufstriche (Nur Apfelessig ist in kleinen Mengen verträglich.)
- Sauerkraut, Kimchi und sauer eingelegtes Gemüse (Gurken, Paprika, Möhren u. v. m.)
- Xanthan (Es wird als Bindemittel beim glutenfreien Backen verwendet.)

Histamin in Getränken
Bei jeder Art von Getränk gibt es sowohl histaminarme als auch histaminreiche Sorten, weshalb du auf keine Art von Getränk pauschal verzichten musst. Im Folgenden gebe ich dir einen Überblick und Hinweise, worauf du beim Kauf achten solltest.
Wein bei Akne und Histaminintoleranz
Wenn du gerne hin und wieder ein Glas Wein trinkst, können die folgenden Informationen hilfreich dabei sein, eine möglichst histaminarme Weinsorte auszuwählen. Du musst Wein nicht pauschal meiden, sondern kannst eine Sorte finden, die du gut verträgst. (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 160 ff.)
Rotweine, die lange in alten Holzfässern oder im Barrique gelagert wurden, wie zum Beispiel Rioja-Weine, hatten besonders viel Sauerstoffkontakt und dadurch eine höhere Histaminbildung als Weine aus dem Edelstahltank. Rotwein enthält in der Regel wesentlich mehr Histamin als Weißwein. Einige Weißweinsorten wie der Grüne Veltliner enthalten fast kein Histamin und sind sehr gut verträglich (vgl. Quade (2007): Histaminhaltige Nahrungsmittel). Eine Übersicht über verschiedene Weinsorten findest du hier.
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Bier bei Pickeln und Histaminintoleranz
Auch beim Bier gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 167 ff.). Obergäriges Hefeweizen ist beim Bier der Histamin-Spitzenreiter. Übrigens enthält auch alkoholfreies Bier Histamin, weil es erst nach dem Gärvorgang entalkoholisiert wird und die gebildeten biogenen Amine nicht entfernt werden (vgl. Quade (2007): Histaminhaltige Nahrungsmittel). Eine Übersicht über verschiedene Biersorten findest du hier.

Kombucha bei Akne und Histaminintoleranz
Kombucha wird oft hochgelobt als Quelle von guten Darmbakterien und Antioxidantien und als natürliche Pilzabwehr. Es handelt sich um ein fermentiertes Getränk, das mit Hilfe von Mikroben aus Tee hergestellt wird. Bei der Herstellung von Kombucha kommt es zur Gärung auf drei Ebenen: der alkoholischen Gärung, einer Milchsäuregärung und einer Essigsäuregärung (vgl. Wikipedia (2024): Kombucha).
Obwohl Kombucha aufgrund der zuvor genannten Eigenschaften ein großartiges Getränk zur Förderung der Körpergesundheit sein kann, ist es aufgrund seines hohen Histamingehalts nicht empfehlenswert bei Histaminintoleranz.

Säfte bei Pickeln und Histaminintoleranz
Auch bei Obst- und Gemüsesäften entsteht Histamin schon bei kurzer Lagerung bei Raumtemperatur unter Sauerstoffeinfluss. Natürlich sind frisch gepresste Säfte immer am besten, um so wenig Histamin wie möglich aufzunehmen. Bei gekauften Säften, die lang gelagert wurden, ist davon auszugehen, dass eine gewisse Gärung bereits stattgefunden hat (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 87, 156). Außerdem enthalten Fruchtsäfte auch häufig Früchte, die andere biogene Amine enthalten und deshalb bei Histaminintoleranz vermieden werden sollten.

Kaffee und Tee bei Akne und Histaminintoleranz
Kaffee enthält kein Histamin, jedoch kann Kaffee durch das enthaltene Koffein bei Histaminintoleranz problematisch sein (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 171). Zum einen steht der Stimulant im Verdacht, das Enzym DAO (Diaminoxidase) auszubremsen, wodurch Histamin im Körper schlechter abgebaut werden kann. Zum anderen fördert Koffein die Ausschüttung körpereigenen Histamins und zählt deshalb zu den Histaminliberatoren. Sowohl Kaffee als auch grüner und schwarzer Tee enthalten Koffein (vgl. Arktis Biopharma GmbH (o. D.): Histaminarme Getränke: Kaffee, Tee und Alkohol bei Histaminose).
Koffeinfreier Kaffee, Getreidekaffee, Kräutertee, Rotbuschtee oder Früchtetee sind hier geeignete Alternativen bei den Heißgetränken. Beim Kräutertee sind fast alle Sorten gut verträglich. Moringa-Tee und Kamillentee haben sogar hemmende Wirkung auf die Ausschüttung körpereigenen Histamins. Brennesseltee ist eine der wenigen Kräuterteesorten, die tatsächlich Histamin enthalten und gemieden werden sollten (ebd.).

Hefeextrakt bei Pickeln und Histaminintoleranz
Hefeextrakte werden oft als Geschmacksverstärker in Saucen oder Gewürzmischungen wie Gemüsebrühe zugesetzt. In Untersuchungen wurde bei Hefeextrakten Histamin, Tyramin und andere biogene Amine festgestellt. Deshalb solltest du bei gekauftem Brouillon und anderen Mischungen immer genau lesen, was gehalten ist.
Untersuchungen haben aber auch gezeigt, dass frische Hefe und Trockenhefe histaminarm sind und dadurch Brot und andere mit Hefe hergestellte Backwaren gut verträglich sind (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 171 f.).
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Tomaten und Auberginen bei Akne und Histaminintoleranz
In Untersuchungen wurde in Tomaten und Tomatenprodukten ein bemerkenswert hoher Gehalt an Histamin, Tyramin, Tryptamin und Serotonin festgestellt. Bei der Reifung der Tomaten nimmt der Serotoningehalt weiter zu (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 156). Besonders die Kombination von Histamin und anderen biogenen Aminen wie Serotonin, machen Tomaten zu einem problematischen Lebensmittel. Sie sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Bei Tomaten möchte ich dich aber trotzdem dazu einladen, selbst auszuprobieren, welche Tomatenprodukte in welchen Mengen für dich verträglich sind. Denn manche Betroffene reagieren nur auf die Schale und die Kerne der Tomate. Werden diese vor dem Verzehr entfernt, scheint die Gefahr gebannt. Bei bestimmten Tomatenprodukten wie Tomatenmark wird nur das Fruchtfleisch der Tomaten verwendet. Es kann sein, dass du Tomatenmark in kleinen Mengen verträgst.
Auf der anderen Seite ist es bei gekauften Tomatenprodukten aus der Dose oder aus dem Beutel unklar, wie frisch die verarbeiteten Tomaten wirklich waren und ob eventuell auch schimmelige und überreife Tomaten verwendet wurden. Es kann daher sein, dass du ganz frische Tomaten besser verträgst als lang gelagerte Tomatenprodukte. Wenn du frische Tomaten schälst und entkernst, können diese eventuell verträglich sein.
Getrocknete Tomaten sind besonders schlecht verträglich, weil sie oft überreif getrocknet werden, lang gelagert wurden und dazu noch Schale und Kerne enthalten.
Auch Auberginen gehören zum histaminhaltigen Gemüse (vgl. Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (2023): Lebensmittel-Verträglichkeitsliste). Geschält und gegrillt sind sie jedoch bei manchen Betroffenen in Maßen verträglich.

Spinat bei Pickeln und Histaminintoleranz
In Untersuchungen wurden in Spinat hohe Mengen an Histamin, Tyramin, Tryptamin und Serotonin nachgewiesen (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 156). Spinat enthält an sich wenig Histidin und kann dadurch auch wenig Histamin bilden, aber es ist wie auch bei den Tomaten die Kombination von Histamin und anderen biogenen Aminen, die beim Spinat problematisch ist. Obwohl Spinat eine tolle Quelle für Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien ist, solltest du Spinat deshalb lieber durch anderes grünes Blattgemüse ersetzen.
Spinat wird besonders gerne in grünen Säften oder grünen Smoothies zusammen mit Bananen verwendet. Dies ist jedoch eine schlechte Kombination, da Bananen zu den Lebensmitteln mit besonders vielen anderen biogenen Aminen gehören, die den Histaminabbau im Körper hemmen können (ebd., S. 155, 196 ff., 219 ff.).

Pilze bei Akne und Histaminintoleranz
Pilze sind allgemein sehr eiweißreich und deshalb leicht verderblich und anfällig für die Histaminbildung. In Steinpilzen und Pfifferlingen wurden Histamin und andere biogene Amine in hohen Mengen nachgewiesen. Sie sind besonders reich an der Aminosäure Histidin und bilden bei ihrer mikrobiellen Zersetzung Histamin (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 172). Werden Steinpilze und Pfifferlinge direkt im Wald geerntet und verzehrt, sind diese vermutlich verträglich.
Champignons, Kräuterseitlinge, Austernpilze, Shiitake und Portobellopilze enthalten weniger Histidin und werden oft gut vertragen, wenn es sich um absolut frische Pilze handelt und der Zersetzungsprozess noch nicht begonnen hat. Bei Untersuchungen von Champignons gingen außerdem 80 % der Amine beim Kochen verloren. Deshalb ist es empfehlenswert, Champignons nicht roh zu essen, sondern sie mindestens 10-15 Minuten köcheln zu lassen. Gekochte Champignons aus dem Glas oder aus der Dose wurden untersucht und enthalten in der Regel nur sehr geringe Mengen an biogenen Aminen (ebd.).
Tipps beim Kauf und Verzehr von Pilzen:
- Prüfe im Supermarkt, ob die Pilze wirklich frisch sind. Frische Pilze sind schön fest und fallen bei Druck nicht auseinander. Sie sollten auch auf keinen Fall schmierig oder nässend sein.
- Pilze werden im Supermarkt leider selten gekühlt gelagert und es ist unklar, wie lange sie schon im Gemüseregal liegen. Im Zweifelsfall ist es besser, erntefrisch konservierte Pilze im Glas oder in der Dose zu kaufen.
- Lagere frische Pilze luftdicht verschlossen im Kühlschrank unter 4 °C und verzehre sie am besten am Kauftag.
- Wärme Pilze niemals auf, sondern esse sie nur frisch gekocht.

Meeresalgen bei Pickeln und Histaminintoleranz
Genau wie Pilze sind auch Algen sehr eiweißreich und deshalb bei ihrer Zersetzung anfällig für die Histaminbildung. In Meeresalgen wurden hohe Mengen an Histamin und anderen biogenen Aminen nachgewiesen. Besonders zu vermeiden sind Braunalgen, Grünalgen, Rotalgen, Seetang, Kombu, Nori und Wakame. Auch Agar-Agar, das aus Rotalgen gewonnen wird, kann zu unerwünschten Symptomen führen.
In der Trockensubstanz liegt Histamin in besonders hoher Konzentration vor (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 174). Ganz frische Meeresalgen sind vermutlich verträglich, weil der mikrobielle Zersetzungsprozess noch nicht begonnen hat. Hier kommt es auch wieder darauf an, wie die Algenprodukte genau verarbeitet wurden. Je nach Frische schwankt der Histamingehalt erheblich. Nori-Blätter werden vor allem bei der Herstellung von Sushi oder Nori-Rollen verwendet, die in der rohveganen Szene besonders beliebt sind.
Ich persönlich vertrage geröstete Nori-Blätter sehr gut, da diese erntefrisch und bei hohen Temperaturen getrocknet und verpackt wurden und somit kein mikrobieller Zerfall stattgefunden hat. Rohvegane Nori-Blätter lösen bei mir im Gegensatz dazu schlimme Hautprobleme aus, da diese langsam bei unter 40 °C getrocknet wurden und dadurch das enthaltene Histidin in Histamin umgewandelt wurde.
Wer als Veganer bisher Jod und andere essentielle Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren aus Meeresalgen bezog und nun aber aufgrund einer Histaminintoleranz auf Meeresalgen verzichten muss, sollte sich umstellen und eventuell zusätzlich mit Fisch- oder Algenöl supplementieren (vgl. Vegane Gesellschaft Schweiz (2021): Jod: Wie du deinen Bedarf bei veganer Ernährung decken kannst). Fachgerecht hergestelltes Algenöl ist aufgrund der schlechten Fettlöslichkeit von Histamin bei einer Histaminintoleranz unbedenklich. (vgl. Norsan: Algenöl bei Histaminintoleranz)
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Wichtig zu wissen ist, dass die Mikroalge Spirulina nicht zu den histaminhaltigen Algen gehört. Bei Untersuchungen wurde herausgefunden, dass die Spirulina-Alge sogar die Freisetzung von Histamin aus dem Nervensystem hemmt und eine Vielzahl an Inhaltsstoffen aufweist, die für histaminabbauende Enzyme wichtig sind. Spirulina ist in Tablettenform erhältlich und ist bei Histaminintoleranz sogar ausdrücklich empfohlen (vgl. Rehberg (2023): Spirulina – wie gesund ist die Mikroalge wirklich).
Auch Chlorella ist bei Histaminintoleranz verträglich und hat eine antiallergische Wirkung (vgl. Bae (2013): Hemmende Wirkung des Wasserextrakts aus einzelligen Grünalgen (Chlorella vulgaris) auf die allergische Immunantwort).
Algen saugen Schwermetalle auf und haben dadurch eine hohe Entgiftungswirkung im Körper. Handelt es sich um Algen schlechter Qualität, kann es sein, dass diese bereits bei ihrer Kultivierung Schwermetalle aufgesogen haben und unseren Körper damit belasten. Deshalb sollten auch Spirulina und Chlorella nur in Bio-Qualität verzehrt werden (ebd.).
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Welche Lebensmittel enthalten andere biogene Amine?
Lebensmittel, die hohe Mengen an anderen biogenen Aminen wie Serotonin, Dopamin oder Thyramin enthalten, blockieren einerseits den Abbau von Histamin im Körper, da sie das gleiche Enzym nutzen. Andererseits können sie auch als „Histaminliberatoren“ wirken und körpereigenes Histamin aus seinen Verbindungen drängen und freisetzen. Deshalb sollten diese Lebensmittel nach Möglichkeit ebenfalls reduziert oder ganz vermieden werden. Im Folgenden gehe ich auf die verschiedenen Lebensmittelgruppen im Detail ein.
Unverträgliches Obst bei Akne und Histaminintoleranz
Bananen sind relativ gut erforscht und enthalten zwar kein Histamin, dafür jedoch große Mengen an Serotonin, Dopamin und anderen biogenen Aminen. Deshalb macht es Sinn, Bananen nicht zusammen mit anderen histaminhaltigen Nahrungsmitteln zu verzehren. Bananen können außerdem das histaminabbauende Enzym MAO (Monoaminoxidase) nachhaltig blockieren und sollten deshalb sehr selten, in geringen Mengen und nicht an aufeinanderfolgenden Tagen verzehrt werden. (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 155, 196 ff., 219 ff.)

Auch Zitrusfrüchte wie Orangen, Grapefruit, Mandarinen und Zitronen können problematisch bei einer Histaminintoleranz sein, da sie andere biogene Amine in großen Mengen enthalten, was deine Haut triggern kann. Besonders problematisch sind Säfte aus Zitrusfrüchten wie Orangensaft, da sie keine Fasern mehr enthalten und somit die enthaltenen biogenen Amine nicht von Ballaststoffen resorbiert werden können.
Ein weiteres Problem bei abgepackten Säften ist die mangelnde Frische. Oftmals sind diese Säfte schon leicht vergoren und schmecken daher auch saurer als frischer Orangensaft. Säfte aus Zitrusfrüchten sollten, wenn dann nur frisch gepresst, und nicht in großen Mengen getrunken werden. Geringe Mengen an frisch gepresstem Zitronensaft zum Würzen von Speisen wird aber meist sehr gut vertragen und ist beim Verzicht auf Essig (Histamin) das Mittel der Wahl (ebd. S. 156, 237).

Ananas enthalten große Mengen an Serotonin, Dopamin und anderen biogenen Aminen. Zu bemerken ist, dass der Serotoningehalt im Laufe der Reifung abnimmt und reife Früchte dadurch besser verträglich sind. Weitere Obstsorten mit erhöhten Aminmengen sind Avocados, Birnen, Guaven, Erdbeeren, Himbeeren, Kiwis, Pflaumen und Papaya (ebd. S. 154 ff.) Erfahrungsgemäß können auch Hagebutten, Feigen und Rhabarber problematisch sein (vgl. Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (2023): Lebensmittel-Verträglichkeitsliste).
Biogene Amine in Gemüse, Kräutern und Gewürzen
Die meisten untersuchten Gemüsesorten, Kräuter und Gewürze enthalten nur geringe Aminmengen und sind deshalb sehr gut verträglich. Eine Ausnahme bilden Tomaten, Auberginen und Spinat (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 156 ff.).
Es wird jedoch von manchen Betroffenen einer Histaminintoleranz berichtet, dass sie pikante Gewürze wie Chili, Pfeffer, Kreuzkümmel oder Bockshornklee und scharfe Zwiebel- und Lauchgewächse schlecht vertragen (vgl. Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (2021): Merkblatt histaminarme Ernährung). Eine Ausnahme bildet die schneeweiße, süße Zwiebel, die sehr gut verträglich ist.
Vermutlich irritieren scharfe Gemüse und Gewürze den Darm und können dadurch zur Freisetzung von körpereigenem Histamin aus den Mastzellen im Darm führen. Bitte probiere am besten selbst aus, ob du scharfes Essen verträgst oder nicht.
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Biogene Amine in Getreide und Pseudogetreide
In Bezug auf biogene Amine sind fast alle Getreide und Pseudogetreide gut verträglich. Dazu gehören Dinkel, Weizen, Hafer, Mais, Quinoa, Amaranth und Reis. Eine Ausnahme sind Roggen und Buchweizen, die von Menschen mit Histaminintoleranz erfahrungsgemäß häufig sehr schlecht vertragen werden. (vgl. Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (2023): Lebensmittel-Verträglichkeitsliste)

Hülsenfrüchte bei Akne und Histaminintoleranz
Hülsenfrüchte sind als hochwertige Eiweißlieferanten aus der vollwertigen Ernährung nicht wegzudenken. Sie sättigen nachhaltig bei hohem Ballaststoff- und geringem Kaloriengehalt (vgl. Herzig (2024): Hülsenfrüchte sind nährstoffreich, preiswert und gesund). Hülsenfrüchte enthalten jedoch auch biogene Amine wie Dopamin, Tyramin und Serotonin in unterschiedlichen Mengen (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 15).
Soja bei Pickeln und Histaminintoleranz
Soja hat eine Sonderstellung unter den Hülsenfrüchten. Sie gehört zu den wenigen pflanzlichen Nahrungsmitteln, die vollständiges Eiweiß mit allen essentiellen Aminosäuren enthalten. Deshalb ist Soja bei Veganern so beliebt und findet Anwendung in pflanzlicher Milch, Joghurts, als Grundlage für pflanzlichen Fleischersatz, Tofu usw. In Fertiggerichten, Kantinenessen, Backwaren und Süßigkeiten werden Sojaextrakte oft als Bindemittel, Geschmacksverstärker und Stabilisatoren verwendet und sind kaum zu identifizieren.
Jedoch hat die Sojabohne unter allen Hülsenfrüchten den mit Abstand höchsten Gehalt an biogenen Aminen (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 157 ff., 172 ff., 238 ff.). Einige Soja-Produkte wie Sojasauce, Tempeh und Miso sind zusätzlich fermentiert und haben dadurch einen besonders hohen Histamingehalt.
Außerdem können die Eiweiße im Soja Allergien auslösen, da sie den Proteinen in den Pollen von Birke, Erle und Hasel stark ähneln. Es wird von Betroffenen berichtet, dass sich nach dem Verzehr von Soja und Sojaprodukten Symptome wie Juckreiz, Rötungen, Nesselsucht oder Neurodermitis-Schübe gezeigt haben (vgl. Körner (2021): Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten – Diagnostik, S. 276 ff.).
Ob dies mit der hohen Aminmenge in den Sojabohnen oder mit den vorhandenen pollenähnlichen Eiweißen zusammenhängt, ist unklar. Soja könnte damit eine der Hauptursachen für Akne und andere Hautprobleme sein, da es in so vielen Speisen enthalten ist. Es lohnt sich also, darauf zu verzichten, um zu sehen, ob es sich positiv auf deine Hautgesundheit auswirkt.

Linsen, Erbsen und Bohnen bei Hautproblemen und Histaminintoleranz
Alle anderen Hülsenfrüchte haben wesentlich geringere Aminmengen als Sojabohnen. Ihr Amingehalt kann bei der richtigen Zubereitung weiter reduziert werden. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass biogene Amine zwar hitzebeständig sind, aber beim Einweichen, Kochen und Konservieren in das Wasser übergingen. Am stärksten war dieser Effekt bei der Konservenherstellung durch die starke Druckeinwirkung. Deshalb sollte das Einweich-, Koch- und Konservenwasser in jedem Fall weggeschüttet und die Hülsenfrüchte gut abgewaschen werden (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 4, S. 248). Bereits gegarte, konservierte Hülsenfrüchte haben meist einen sehr geringen Amingehalt und sind gut verträglich.
Jedoch gibt es nicht umsonst das Sprichwort “Bei jedem Böhnchen ein Tönchen”. Hülsenfrüchte gelten allgemein als schwer verdaulich und können bei Menschen mit schwacher Verdauungskraft zu Völlegefühl, Blähungen, Krämpfen und Stuhlentleerungsstörungen führen (vgl. Steuernagel (2023): Dal für jeden?). Wenn du nicht an Hülsenfrüchte gewöhnt bist, können sie deinen Darm reizen und dadurch die Freisetzung von körpereigenem Histamin aus den Mastzellen auslösen. Deshalb werden sie oft auch zur Gruppe der Histaminliberatoren gezählt.

Wie kannst du Hülsenfrüchte besser verdauen?
Wenn du nicht viel Erfahrung mit dem Verzehr von Hülsenfrüchten hast oder in der Vergangenheit Probleme mit der Verdauung hattest, findest du hier ein paar Tricks und Tipps, um die Verdaulichkeit von Hülsenfrüchten zu verbessern:
- Hülsenfrüchte sollten zu Beginn regelmäßig in kleinen Mengen verzehrt werden, sodass sich deine Darmflora langsam anpassen kann. Der hohe Ballaststoffgehalt von Hülsenfrüchten ist zunächst gewöhnungsbedürftig, doch ist unser Darm flexibel und lernfähig. Wenn du Hülsenfrüchte noch gar nicht gewöhnt bist, dann fange mit kleinen Mengen an und steigere sie allmählich. (vgl. Schäfer (o. D.): Hülsenfrüchte besser verdauen)
- Geschälte Hülsenfrüchte wie rote und gelbe Linsen sowie geschälte und halbierte Mungobohnen (Mung Dal) sind leichter verdaulich, weil sie weniger Ballaststoffe enthalten. Geschälte Hülsenfrüchte sollten vor dem Kochen ausgiebig unter fließendem Wasser abgewaschen werden, bis das Wasser klar wird (ebd.).
- Hülsenfrüchte enthalten Antinährstoffe wie Lektine, Phytinsäure und Oxalsäure, die einen hemmenden Effekt auf die Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe haben können. Um diese abzubauen, sollten alle ungeschälten Hülsenfrüchte vor dem Verzehr über Nacht eingeweicht und dann am besten mehrere Stunden gekocht werden. (vgl. Herzig (2024): Hülsenfrüchte sind nährstoffreich, preiswert und gesund)
- Gewürze wie echter Kümmel, Ingwer, Fenchel und Koriander sind verdauungsfördernd und können zusammen mit den Hülsenfrüchten verzehrt werden, was ihnen zusätzlich einen leckeren Geschmack verleiht (vgl. Schäfer (o. D.): Hülsenfrüchte besser verdauen).
- Hülsenfrüchte sollten zur Mittagszeit gegessen werden, wenn die Verdauungskraft am stärksten ist. Pro Mahlzeit sollte jeweils nur eine konzentrierte Eiweißquelle verzehrt werden, wenn du deine Verdauungskraft langsam aufbaust. (vgl. Becker (2018): Soja im Ayurveda: Fakten, Mythen und ayurvedische Proteinpakete)
- Hülsenfrüchte können mit etwas Zitrone (Vitamin C) gegessen werden, sodass das enthaltene Eisen vom Körper am besten aufgenommen werden kann. (vgl. Antoni (2017): Säure und Hülsenfrüchte)
- Hülsenfrüchte sind leichter zu verdauen, wenn sie frisch zubereitet sind. Fertigprodukte aus Hülsenfrüchten sollten vermieden werden. Dazu gehören zum Beispiel Fleischersatzprodukte, aber auch Mehle oder Nudeln, bei denen die verarbeiteten Hülsenfrüchte nicht eingeweicht, sondern in getrockneter Form zermahlen wurden, was diese Produkte besonders schwer verdaulich macht. Wenn du auf Fleischersatzprodukte aus Hülsenfrüchten nicht verzichten möchtest, kannst du Erbsenprotein den Vorzug geben, denn dieses ist allergenarm und im Vergleich zu Weizenprotein (Gluten) oder Sojaprotein gut verträglich. (vgl. Rehberg (2024): Erbsenprotein: Mit starken Aminosäuren)
Frische Sprossen als Superfood bei Akne und Histaminintoleranz
Ungeschälte Hülsenfrüchte in Bioqualität wie Linsen oder Mungobohnen können angekeimt werden und werden dadurch leichter verdaulich. Sie können dann sogar roh verzehrt werden. Sprossen und Keimlinge sind wahre Nährstoffbomben und haben einen bis zu 43-fach höheren Enzymanteil als der ungekeimte Samen. Durch die im Keimprozess entstandenen Enzyme können wir unseren Organismus aktivieren und Nährstoffe besser verdauen. (vgl. Rehberg (2024): Sprossen selber ziehen)
Eine Studie aus dem Jahr 2014 fand heraus, dass Erbsen-Sprossen von Natur aus auch das Enzym DAO (Diaminoxidase) enthalten. DAO ist im menschlichen Körper wichtig für den Abbau von Histamin und anderen biogenen Aminen (vgl. Joneja (2014): Diamine Oxidase from Pea Seedlings). Diese Studienergebnisse lassen sich auch auf andere Sprossen-Sorten übertragen, da DAO allgemein im enzymatischen Keimprozess aktiviert wird. Somit sind auch Linsensprossen oder Mungobohnensprossen echte Superfoods bei Histaminintoleranz. Das Enzym DAO wird beim Kochen allerdings zerstört, sodass die Sprossen und Keimlinge tatsächlich roh verzehrt werden müssen, um von dem enthaltenen DAO profitieren zu können.
Jedoch gibt es bei Sprossen und Keimlingen auch immer die Gefahr einer hohen mikrobiellen Belastung, wenn sie nicht unter optimalen, hygienischen Bedingungen gezogen wurden. Deshalb sollten Sprossen und Keimlinge immer frisch zu Hause gezogen und nicht abgepackt im Laden gekauft werden. Besonders bei längeren Keimzeiten können hohe Aminmengen entstehen (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 249). Ich empfehle deshalb eine sehr kurze Keimdauer von 1-3 Tagen je nach Sorte. Die Sprossen sollten während des Keimprozesses häufig mit Wasser durchgespült werden, vor allem bei hohen Außentemperaturen im Sommer. Keimlinge sollten immer frisch und niemals muffig riechen.
Eine Anleitung zum Ziehen frischer Sprossen findest du hier.
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Nüsse und Samen bei Pickeln und Histaminintoleranz
Walnüsse gehören mit Abstand zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Serotonin und sollten bei Histaminintoleranz und Hautkrankheiten wie Akne, Rosazea und Neurodermitis gemieden werden (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 158 f.). Auch andere Nusssorten wie Cashews sind reich an Tryptophan, das im Körper in Serotonin umgewandelt wird, und können dadurch bei einer Histaminintoleranz problematisch sein. Allgemein gilt es auszuprobieren, welche Nusssorten für dich in welchen Mengen verträglich sind. Für Nussliebhaber sind aminarme Sorten wie Paranüsse, Macadamia-Nüsse, Pistazien und Kokosnüsse die sicherere Wahl (vgl. Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (2023): Lebensmittel-Verträglichkeitsliste).
Unter den Samen sind Chiasamen, Kürbiskerne und Leinsamen besonders gut verträglich, da sie histaminsenkende Stoffe wie Quercetin enthalten (vgl. Histaminfreileben (2017): Histaminintoleranz und Quercetin). In einer Vielzahl von Samen wurde außerdem das Enzym Polyaminoxidase nachgewiesen, das biogene Amine im Körper abbaut (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 38). Um von diesen Enzymen profitieren zu können, müssen die Samen jedoch roh verzehrt werden.

Erdnüssen bei Akne und Histaminintoleranz
Erdnüsse gehören botanisch zu den Hülsenfrüchten und nicht zu den Nüssen. Sie sind ebenfalls reich an biogenen Aminen und deshalb bei Histaminintoleranz unverträglich. Laut einer Schweizer Studie reagierten über 20 % der getesteten Personen sensibel auf Erdnüsse. Sie gehören damit zu den häufigsten Allergieauslösern unter den Lebensmitteln (vgl. Körner (2021): Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten – Diagnostik, S. 268 ff.).

Kakao bei Akne und Histaminintoleranz
Kakao wirkt entzündungshemmend und enthält wertvolle Mineralien wie Magnesium, Kalzium, Zink und Vitamin E (vgl. Meier(2024): Schokolade – Die Nascherei mit verborgenen Vorteilen). Interessanterweise konnten Studien zu Schokolade und Kakao keine schlüssigen Aussagen über die darin enthaltenen Histaminmengen liefern, sodass es höchstwahrscheinlich auf die anderen Inhaltsstoffe der Schokoladenprodukte wie Milch und Zucker zurückzuführen ist, dass Schokolade eine negative Auswirkung auf die Hautgesundheit haben kann.

Ob Histamin im eigentlichen Kakao vorhanden ist oder nicht, hängt stark von der Herkunft, Verarbeitung und Zusammensetzung der Schokoladenprodukte ab und ob die Kakaoprodukte fermentiert oder geröstet wurden (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 170 f.). Deshalb empfehle ich dir, selbst auszuprobieren, welche Kakaoprodukte für dich in welchen Mengen verträglich sind. Erfahre mehr darüber, warum Schokolade zu Akne und Pickeln führen kann.
Alternativ zu Kakao kann auch Carob-Pulver verwendet werden. Es ähnelt dem Geschmack der Kakao-Bohne, wird aber aus dem fein gemahlenen Fruchtmark der Carob-Früchte gewonnen. Es handelt sich um Hülsenfrüchte, die am Johannisbrotbaum wachsen. Carob hat einen fruchtig-süßen Karamellgeschmack und ist weniger bitter als Kakao. Carob-Pulver ist außerdem fettärmer und ballaststoffreicher als Kakao und kann bei geschmacklicher Ähnlichkeit eine gute Alternative sein (vgl. Kreutz (2021): Carobpulver: Fettarme Alternative zu Kakao).
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Wie kannst du den Histamingehalt selbst beeinflussen?
Wie du nun erfahren hast, hängt der wahre Histamingehalt bei Lebensmitteln besonders von der Frische ab, denn Histamin entsteht bei der mikrobiellen Zersetzung der Aminosäure Histidin. Die Art der Verarbeitung eines eiweißreichen Nahrungsmittels beeinflusst damit maßgeblich die Histaminbildung. Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Histaminbildung sind der pH-Wert der Nahrung, der Lagerzeit und die Außentemperatur (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 59).
Bei der Lagerung von Lebensmitteln unter minus 20 °C im Gefrierschrank geht die Aminbildung gegen Null. Unter 10 °C im Kühlschrank verzögert sich die Bildung von Histamin stark, jedoch können sich auch im Kühlschrank physiologisch wirksame Mengen bilden, wenn Reste länger als zwei Tage gelagert werden, insbesondere wenn sie nicht luftdicht verschlossen sind (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 10).
Zwischen 26° C und 37° C ist die Aminbildung in vollem Gange. Es ist wichtig zu wissen, dass einmal gebildete biogene Amine durch Hitze nicht wieder zerstört werden können (ebd., S. 8). Somit ist Frische das A und O bei der Vermeidung von Histamin in Lebensmitteln. Was kannst du also selbst tun, um den Histamingehalt deiner Nahrung zu beeinflussen?
Nahrungsmittel frisch verarbeiten und testen
Lebensmittel sollten immer frisch eingekauft und noch im Supermarkt oder spätestens beim Kochen auf Frische getestet werden. Nicht mehr ganz frische Lebensmittel sollten nicht verwendet und konsequent entsorgt werden. (vgl. Credner (2021): Warum sind aufgewärmte Gerichte bei Histaminintoleranz gefährlich?)
Verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder Pilze sollten nicht länger als einen Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden und am besten am Tag des Kaufs verzehrt werden (ebd.).
Zu Hause selbst zu kochen ist empfehlenswert, anstatt Essen zu bestellen oder im Restaurant zu essen. Im Restaurant werden oft Bestandteile der Gerichte schon Stunden vorher vorbereitet und sind eventuell nicht mehr ganz frisch. Bei bestelltem Essen wird das Essen warm transportiert, was die Bildung von Histamin durch Mikroben begünstigt (ebd.).

Die Kühlkette nicht unterbrechen
Die Kühlkette sollte bei leicht verderblichen Lebensmitteln nicht unterbrochen werden. Wenn du Fleisch oder Fisch kaufst, lagere sie auf dem Weg nach Hause am besten in einer Kühlbox im Auto (vgl. Credner (2021): Warum sind aufgewärmte Gerichte bei Histaminintoleranz gefährlich?).
Eiweißhaltige Nahrung sollte niemals offen herumliegen, auch nicht für wenige Minuten, da sich sonst histaminbildende Keime und Mikroben schlagartig vermehren können und mit der Zersetzung beginnen (ebd.).
Beim Kochen sollten die Lebensmittel aus dem Kühlschrank genommen und sofort auf 74-100 °C erhitzt werden, sodass Keime und Mikroben abgetötet werden (ebd.).

Reste richtig aufbewahren und auftauen
Reste sollten in einem luftdichten Behälter direkt eingefroren oder maximal zwei Tage im Kühlschrank unter 10 °C aufbewahrt werden und danach entsorgt werden. Die Reste sollten so schnell wie möglich im Kühlschrank oder in der Gefriere auf unter 10 °C heruntergekühlt werden, weil bei dieser Temperatur die Histaminbildung stark verlangsamt ist. Das Essen sollte auf keinen Fall bei Raumtemperatur abkühlen (vgl. Credner (2021): Warum sind aufgewärmte Gerichte bei Histaminintoleranz gefährlich?).
Beim Aufwärmen von Resten sollte darauf geachtet werden, dass das Essen gleichmäßig über 74-100 °C erhitzt wird, um Keime abzutöten. Das Erhitzen im Topf ist dafür besser geeignet als die Mikrowelle (ebd.)
Bei Fisch wurden Gefrier- und Auftauprozesse als Ursache für die Freisetzung gebundener Amine aus den Zellwänden festgestellt. Es ist davon auszugehen, dass dies auch auf pflanzliche Lebensmittel zutrifft. Deshalb sollte das Auftauen von Resten aus der Gefriere immer behutsam über Nacht im Kühlschrank erfolgen. (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 144 ff.)
Am besten ist es natürlich, immer nur kleine Portionen frisch zu kochen, sodass so wenig Reste wie möglich entstehen.
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Lebensmittel schälen und kochen
Durch das Schälen des rohen Gemüses und das Garen von pflanzlichen Lebensmitteln können unterschiedliche Mengen der untersuchten Amine entfernt werden. Schälen und Kochen sind sehr effektiv. In Untersuchungen reduzierte das Schälen den Amingehalt von Spargel um 18 % (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 157).
Beim Kochen von Gemüse traten etwa 30 % der Amine in das Kochwasser über. Die Konservenherstellung verbindet Kochvorgänge mit Druckeinwirkung. Dadurch werden die Zellwände stärker zerstört und etwa 40 % der Amine gehen ins Konservenwasser über. Deshalb sollte das Konservenwasser immer weggeschüttet werden und die Nahrung gut abgespült werden (ebd., S. 248).

Bio-Lebensmittel bevorzugen
Ein weiterer zu beachtender Faktor, der vielleicht von geringerer Bedeutung ist, aber dennoch bemerkenswert ist, ist, dass die Umgebung, in der eine Pflanze wächst, einen Einfluss darauf haben kann, wie viel Amine sie enthält. Eine Studie fand heraus, dass Pflanzen auf Umweltbelastungen häufig sehr rasch mit einem Anstieg des Amingehalts reagieren. Ein Mangel an Kalium, Kalzium und Magnesium im Boden, Schwermetallüberschuss, Ozon, UV-B Belastung, Dürre und Bodenversäuerung gehören zu diesen Umweltbelastungen. (vgl. Beutling (1996): Biogene Amine in der Ernährung, S. 42) Deshalb kann es einen Unterschied machen, pflanzliche Lebensmittel nur in Bioqualität und aus regionalem Anbau zu kaufen.

Verzicht auf Histamin bei Akne und Pickeln?
Viele der Lebensmittel, die Histamin und andere biogene Amine enthalten, sind vollwertig und gesund und sollten deshalb nicht langfristig vom Speiseplan ausgeschlossen werden. Es macht jedoch Sinn, während einer bestimmten Zeit auf diese Lebensmittel zu verzichten, bis die Symptome gelindert und die wahren Ursachen der Unverträglichkeit gefunden und behoben werden. Erfahre in meinem Artikel Histamin als Auslöser für Hautprobleme mehr über die Ursachen und Heilungschancen einer Histaminintoleranz.
Im Internet kursieren inzwischen leider sehr viele, stark vereinfachte Verbotslisten bei Histaminintoleranz. Diese entbehren oft jeglicher biochemischen Grundlage und enthalten sogar falsche Informationen. Zum Beispiel wird bei zahlreichen Lebensmitteln behauptet, dass diese Histamin enthalten, obwohl sie in Wahrheit andere biogene Amine enthalten, die oftmals in Maßen gut verträglich sind. Dies führt dazu, dass sich Betroffene über lange Zeiträume viel zu stark einschränken und dadurch weitere Gesundheitsprobleme und Mängel entstehen.
Innerhalb der verschiedenen Lebensmittelgruppen wie zum Beispiel bei Nüssen oder Hülsenfrüchten gibt es mehr oder weniger verträgliche Lebensmittel und ich möchte dich dazu einladen, selbst für dich herauszufinden, was individuell in welchen Mengen für dich verträglich ist. Als Hilfsmittel dient dir dazu meine Akne-Einkaufsliste mit Hinweisen zu über 260 Lebensmitteln. Falls du Fragen zu einem bestimmten Lebensmittel hast, kannst du mich gerne jederzeit kontaktieren!
Herzliche Grüße von Nicole
Quellen
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Becker, Verena (2018): Soja im Ayurveda: Fakten, Mythen und ayurvedische Proteinpakete, URL: https://verenabecker.com.de/2018/05/21/soja-im-ayurveda-fakten-mythen-und-ayurvedische-proteinpakete/ (Abrufdatum 5.7.2024)
Beutling, Dorothea M. (Herausgeber) / A. A. Askar / G. S. Barolin / H. W. Bergmann / D.M. Beutling / A. S. C. Dross / G. Kielwein / G. R. Schlenker / H. Treptow / R. Wittkowski (1996): Biogene Amine in der Ernährung, 1. Auflage, Berlin: Springer Verlag
Credner, Tanja / Dittert, Jürgen (2021): Warum sind aufgewärmte Gerichte bei Histaminintoleranz gefährlich?, URL: https://www.baliza.de/blog/files/aufgewaermte-gerichte-histaminintoleranz.html (Abrufdatum 2.7.2023)
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Körner, Ute / Schareina, Astrid (2021): Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten – Diagnostik, Therapie und Beratung, 2. Auflage, Stuttgart: Thieme Verlag
Kreutz, Heike (2021): Carobpulver: Fettarme Alternative zu Kakao, URL: https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/januar/carobpulver/ (Abrufdatum 5.7.2024)
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